Porsche 928

Baujahr: 1977-1982
Radstand: 2500 mm
Zyl./Motor 8 (V-Motor)
Bohrung x Hub: 95 x 78,9 mm
Hubraum: 4474 ccm
Leistung: 240 PS
Höchstdrehzahl: 5500 U/m
Vmax: 230 km/h
Produktionzahl: (77-82) ca. 18.000
Laufleistung: 97.800 km
Farbe: Indisch-Rot
EZ: 03/1979

 

Der Porsche 928 – und zwar das Ur-Modell – ist ein Auto, das man heutzutage so gut wie gar nicht mehr auf deutschen Straßen sieht. Aktuell sind gerade einmal etwa 250 Exemplare des Autos in Deutschland zugelassen.

Ich habe mich schon als Kind in den 1980er Jahren in das futuristische Design dieses Autos verliebt. Im Sommer 2015 war es dann soweit, nachdem ich zwei Jahre zuvor dieses Auto in Gold-metallic aus dem Augenwinkel in München sah, was in mir einen massiven Impuls auslöste: nach längerer Suche bin ich auf dieses Schmuckstück gestoßen und habe zugeschlagen. Mein Auto aus dem Jahr 1979 hatte erst zwei Vorbesitzer, bemerkenswerterweise beides jüngere Damen aus Berlin.

Dieser gegenüber dem klassischen 911 völlig neue Porsche wurde im März 1977 auf dem Auto-Salon in Genf als „Der große neue Sportwagen von Porsche“ vorgestellt. Sein fortschrittliches Design und seine Ausstattung führte zu zahlreichen Auszeichnungen. So wählten ihn die Leser der Stuttgarter Autozeitschrift mot zum vernünftigsten Sportwagen des Jahres und das Institute of British Carriage and Automobile Manufacturers verlieh dem Porsche 928 auf der British Motor Show eine Goldmedaille, das alle Sportwagen in den Disziplinen Design, Qualität und Komfort bewertete. 1978 wurde er als erster Sportwagen überhaupt zum europäischen Auto des Jahres gewählt.

Fortschrittlich war in Zeiten der Ölkrisen der Leichtbau der Karosserie, um das Gewicht des Wagens trotz der umfangreichen Ausstattung möglichst gering zu halten (Türen, Kotflügel und die Motorhaube aus Aluminium). Der 928 war deutlich länger, breiter und flacher als der damalige 911. Immer ein Hingucker - die Scheinwerfer wurden in Ruhestellung nach hinten in die Kotflügel versenkt.

Der Achtzylinder-V-Motor leistet 176 kW (240 PS) bei einer Drehzahl von 5500/min. Der einzige stärkere Porsche war dereinst der 911 Turbo. Als Benzineinspritzung wurde eine mechanische K-Jetronic von Bosch eingesetzt. Mein Fahrzeug wurde mit einem der seltenen Fünfgang-Schaltgetriebe ausgestattet, die meisten Autos wurden mit einem Dreigang-Automatikgetriebe bestellt. Die 16-Zoll-Felgen sind Leichtmetall-Lochscheibenräder in einer gelegentlich als "Telefonwählscheibe-Design" bezeichneten Gestaltung. Der Innenraum ist komplett (!) mit schwarzem Leder überzogen. Die Gebrauchsanweisung war neben der Heftform auch in vorgelesener Form auf einer Musikkassette mit dabei, herrlich!

In den nächsten Jahren steht ein umfangreicher Werkstattbesuch an, viele kleine Dinge müssen angegangen werden, um den – jetzt schon wirklich guten – Zustand zu optimieren. In Deutschland existieren wohl nur zwei Werkstattbetriebe, die auf dieses Auto spezialisiert sind.